Tarifvertrag landwirtschaft sachsen anhalt 2019

Sachsen-Anhalt gehört nach den Analysen des Regionalen Innovationsanzeigers 2019 zur Gruppe „Starker Innovator“ und hat diese Position seit 2008 inne. Sachsen-Anhalt hat spezifische Stärken in Bezug auf die Zusammenarbeit innovativer KMU (normalisiertes Ergebnis: 0,601) und schneidet bei den FuE-Ausgaben im öffentlichen Sektor überdurchschnittlich ab (108 % des deutschen Durchschnitts und 128 % des europäischen Durchschnitts). Im Gegenteil, spezifische Schwächen betreffen den Anteil der erwachsenen Bevölkerung, die einen Hochschulabschluss abgeschlossen hat (27 % des deutschen Durchschnitts und 21 % des europäischen Durchschnitts). Der Anteil der FuE-Ausgaben aus dem FuE-Bereich der Wirtschaft beträgt 39 % des deutschen Durchschnitts und 49 % des europäischen Durchschnitts. Patentanmeldungen erreichen 35 % des deutschen Durchschnitts und 50 % des europäischen Durchschnitts. Unter der Überschrift „Industrie 4.0“ werden in Sachsen-Anhalt fortgeschrittene Fertigungstätigkeiten sowohl auf der Ebene der Strategiebildung als auch in unterschiedlichen Projekten angestrebt. Die Regionale Innovationsstrategie Sachsen-Anhalt 2014-2020 zielt auf die „Industrie 4.0“ insbesondere in den Bereichen Energie, Maschinen- und Anlagenbau, Ressourceneffizienz sowie Mobilität und Logistik ab. Möglichkeiten zur Spezialisierung gibt es in der intelligenten Produktion im Energiesektor, d.h. in der ressourcen- und energieeffizienten Produktion, sowie in der intelligenten Logistik. Eine aktuelle Studie der NORD/LB identifiziert Stärken, Schwächen und Chancen von „Industrie 4.0“ in Sachsen-Anhalt (Industrie 4.0: Chancen und Risiken für Sachsen-Anhalt). Stärken, die zur Unterstützung der Entwicklungen in Industrie 4.0 umgesetzt werden können, sind: Ausrichtung der Wirtschaftspolitik auf regionale Zukunftsfelder / Schlüsselindustrien, gemeinsame Schnittstellen in den führenden Branchen als Basis für branchenübergreifende Wertnetzwerke, vielfältige universitäre und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen in relevanten Technologiebereichen, Industrie 4.0-Technologiecluster sowie gut entwickelte Verkehrsinfrastruktur und effiziente Logistikindustrie als Voraussetzung für intelligente Logistik.

Die festgestellten Schwächen beziehen sich auf das unterdurchschnittliche Breitbandangebot und den Grad der Digitalisierung in der regionalen Industrie, den geringen Umfang der Unternehmensstruktur, Schwächen bei innovationsbezogenen Indikatoren oder den unterdurchschnittlichen Anteil der Beschäftigten in relevanten Bereichen. Die höchsten Chancen werden im Maschinen- und Anlagenbau sowie deren Verbindungen zu anderen regionalen Wirtschaftssektoren gesehen. Ein wichtiger Akteur in der Region ist das Fraunhofer-Institut für Fabrikbetrieb und Automatisierung IFF in Magdeburg, das in den Bereichen Logistik, Automatisierung, Prozess- und Anlagenbau sowie Digital Engineering tätig ist. Das Institut bietet digitale Engineering-Lösungen an, um seine Kunden auf dem Weg zur „Industrie 4.0“ zu unterstützen und hat verschiedene Lösungen für ihre Industriekunden entwickelt (z.B. Digital Engineering, Digital Learning oder Smart Logistics). Forschung für die Zukunft ist eine Ausstellung der Abteilung Technik-Transfer-Zentrum an der Otto-con-Guericke-Universität Magdeburg. Sie sammeln und präsentieren eine Reihe von Forschungsaktivitäten in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen mit dem Ziel, verschiedene Akteure, insbesondere Akteure im Forschungsbereich, mit Akteuren der Wirtschaft in Kontakt zu bringen.